Liebe Lesegemeinde!
Christi Himmelfahrt gehört
zu den christlichen Feiertagen,
die sich im Laufe der Zeit ein Stück weit
von ihrem ursprünglichen Sinn entfernt haben.
Heute ist eher von Herren-,Vater
oder Männertag die Rede.
Dabei steckt in diesem Fest eine starke Botschaft:
Jesus wird in den "Himmel" aufgenommen.
Die biblischen Texte erzählen davon
in einfachen, anschaulichen Bildern
und doch geht es um mehr als nur ein äußeres Geschehen.
Es geht um eine neue Sicht auf das Leben.
Die Jünger erleben einen besonderen Moment.
Für einen Augenblick weitet sich ihr Blick.
Sie sehen über das hinaus,
was sie bisher kannten. Aber sie bleiben nicht in diesem Moment stehen.
Sie werden zurück in ihren Alltag geführt
und sind doch nicht mehr dieselben.
Etwas hat sich verändert.
Ohne Himmelfahrt und ohne das,
was Pfingsten folgt,
wären sie vermutlich in ihrer alten Wirklichkeit geblieben,
geprägt von Angst und Hoffnungslosigkeit.
Erst diese Erfahrungen öffnen den Blick und
geben ihrem Leben eine neue Richtung.
Auch für uns liegt darin eine Einladung:
den Blick zu heben, ohne den Boden unter den Füßen zu verlieren.
Himmel und Erde gehören zusammen.
Unser Alltag mit all seinen Aufgaben, Sorgen
und Freuden bleibt.
Aber er wird getragen von einer größeren Hoffnung.
Jesus stirbt und es ist nicht das Ende.
Diese Botschaft wird weitergetragen,
damals wie heute.
Sie gibt Kraft und Orientierung.
Oder anders gesagt:
Der Himmel ist das eigentliche Ziel unseres Lebens.
Ihre Antje Rösler
Liebe Lesegemeinde!
Unser Osterfest ist das älteste und zugleich größte Fest
in christlicher Tradition.Seine Wurzeln liegen im jüdischen Pessach-Fest,
das an die Befreiung aus der Sklaverei erinnert.
Anders als Weihnachten fällt Ostern
nicht auf ein festes Datum,
sondern auf den ersten Sonntag
nach dem ersten Vollmond im Frühling.
Neben zahlreichen Bräuchen liegt aber
der Grund von Ostern
in der Auferstehung Jesu
nach seinem Sterben am Kreuz.
Ostern ermöglicht einen neuen Blick
auf den Tod.
Die Auferstehung Jesu öffnet den Horizont
auf das ewige Leben.
Es gilt damals wie heute Jesu Verheißung:
„Lasst euch nicht verwirren:
Glaubt an Gott und glaubt an mich.
Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen.
Ich gehe, um
einen Platz für euch vorzubereiten.“
Gesegnete Ostern!
Die Jahreslosung 2026
Gott spricht:
Siehe, ich mache alles neu!
(Offb 21,5)

Liebe Leserinnen und Leser,
das begonnene Jahr hat erneut
für viel Aufregung gesorgt,
wenn wir auf die Ereignisse schauen.
Gleichzeitig geschieht auch viel Gutes,
das wir leicht übersehen.
Die Jahreslosung 2026 möchte uns begleiten
mit all der Hoffnung und Kraft,
die in diesen Worten der Bibel stecken.
Ein kleines Gebet habe ich entdeckt,
was uns dazu begleiten möge.
Eine hoffnungsfrohe Zeit!
Ihre Antje Rösler
Herr! schicke, was du willst,
Ein Liebes oder Leides;
Ich bin vergnügt, dass Beides
Aus Deinen Händen quillt.
Wollest mit Freuden
Und wollest mit Leiden
Mich nicht überschütten!
Doch in der Mitten
Liegt holdes Bescheiden.
Eduard Mörike, 1867
Unser Bücherschrank
am 20.09.25 eröffnet

Wäre das Wort ›Danke‹ das einzige Gebet, das du je sprichst, so würde es genügen.
Meister Eckhart, 1260-1328